{"id":3485,"date":"2022-08-30T18:53:04","date_gmt":"2022-08-30T16:53:04","guid":{"rendered":"https:\/\/jusos-loerrach.eu\/?p=3485"},"modified":"2022-08-30T18:53:13","modified_gmt":"2022-08-30T16:53:13","slug":"bessere-bedingungen-fuer-das-leben-im-laendlichen-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jusos-loerrach.eu\/index.php\/2022\/08\/30\/bessere-bedingungen-fuer-das-leben-im-laendlichen-raum\/","title":{"rendered":"Bessere Bedingungen f\u00fcr das Leben im l\u00e4ndlichen Raum"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Rahmen seiner \u201eMehr-wagen-Sommertour\u201c traf sich SPD-Politiker Jonas Hoffmann mit dem B\u00e4uerinnen-Info-Treff in Wintersweiler und einer Delegation der Landfrauen im Oberen Wiesental. Vor Ort machte er sich ein Bild von den unterschiedlichen Voraussetzungen f\u00fcr die Landwirtschaft im Markgr\u00e4flerland und dem Oberen Wiesental.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einleitender Rundgang bei Gem\u00fcsebau Lang in Wintersweiler zeigte die betrieblichen Schwerpunkte von Familie Lang im Obst-, Gem\u00fcse- und Weinbau. Im anschlie\u00dfenden Austausch zeigte Susanne Engler, Sprecherin des B\u00e4uerinnen-Info-Treffs und stellvertretende Bezirksvorsitzende der Landfrauen, aktuelle Herausforderungen f\u00fcr die heimische Landwirtschaft auf. Dass kleine Betriebe in Agrarpolitik und der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung nicht gut vertreten seien, f\u00fchre dazu, dass das Zusammenspiel zwischen Forschung, Politik und regionaler Landwirtschaft nicht gut funktioniere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die anwesenden B\u00e4uerinnen beklagten den zunehmenden b\u00fcrokratischen Aufwand, der gerade beim Betrieb kleinerer landwirtschaftlicher H\u00f6fe oder im Nebenerwerb nur sehr m\u00fchsam zu stemmen sei. Dar\u00fcber hinaus erhoffen sie sich mit neuer Technologie auf die sich ver\u00e4ndernden Bedingungen in der Landwirtschaft durch den Klimawandel reagieren und zunehmenden Sch\u00e4den durch Sch\u00e4dlinge und invasive Arten pr\u00e4ventiv entgegenwirken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Caroline Lang, die neben ihrer Arbeit im Betrieb hauptberuflich als Hebamme t\u00e4tig ist, richtete die Aufmerksamkeit auf eine weitere Problematik der Region: Durch Grenzn\u00e4he und die hohe finanzielle Belastung durch die Haftpflichtversicherung gebe es kaum noch freiberufliche Hebammen im l\u00e4ndlichen Raum. Hoffmann, dem als junger Vater die private Suche nach einer Hebamme noch pr\u00e4sent war, sagte zu, das Thema in die SPD-Fraktionen in Land- und Kreistag zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch von den Landfrauen im Oberen Wiesental wurde dieser Mangel angesprochen. Nach einem kurzen \u00dcberblick \u00fcber Organisationsstruktur, das soziale Engagement und die zahlreichen Angebote der Landfrauen f\u00fcr Jung und Alt durch die Bezirksvorsitzende Irmtraud Strohmeier, kam auch hier eine Bandbreite an Themen zur Sprache. Speziell die Auswirkungen des allgemeinen Fachkr\u00e4ftemangels wurden thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese zeigen sich neben der Hebammenversorgung etwa in den Schulen. Die Schlie\u00dfung von Kinderg\u00e4rten und kleinen Schulstandorten sehen viele als drohendes Szenario. Daneben besch\u00e4ftigen die Sch\u00fclerbef\u00f6rderung, die bis zu den Hauptachsen oft in Eigenregie erfolgen muss, und der Mangel an Kurzzeit- und Tagespflegepl\u00e4tzen viele Menschen im Oberen Wiesental. Die Mehrfachbelastung mit Arbeit, Kinder- und Seniorenbetreuung tragen vor allem Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Lehrermangel befragt, erkl\u00e4rte Hoffmann, dass vor allem Stellen in St\u00e4dten beliebt seien, f\u00fcr die oft befristete Anstellungen in Kauf genommen w\u00fcrden. Die SPD habe vor den Sommerferien erfolglos ein Ende der Praxis beantragt, dass befristete Lehrkr\u00e4fte in den Sommerferien arbeitslos werden. Insgesamt stellt Hoffmann fest: \u201eWir brauchen ein bildungspolitisches Klima, das mehr mit Wertsch\u00e4tzung und Anreizen arbeitet. Lehrkr\u00e4fte und Arztstellen auf dem Land m\u00fcssen wieder attraktiver werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie von den Landfrauen in Wintersweiler angesprochen, stellt auch im Oberen Wiesental B\u00fcrokratie in der Landwirtschaft eine gro\u00dfe Belastung dar. Dazu ist das alte Problem, wenn f\u00fcr Steillagenbewirtschaftung Subventionen beantragt werden m\u00fcssen, weiterhin nicht gel\u00f6st. \u00c4rger rufen auch amtliche Kontrollen hervor. Wo sie n\u00f6tig w\u00e4ren, ist auch hier Personal knapp.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hoffmann merkt an: \u201eDemografischer Wandel und Kr\u00e4ftemangel schlagen schon jetzt an einigen Stellen im l\u00e4ndlichen Raum durch. Oft gehen d\u00fcnnere Infrastrukturen auf dem Land zulasten von Landwirtschaft und Frauen. Mehr Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Leistung von Frauen auf dem Land hei\u00dft: Entlastung schaffen. Ohne mehr in den Ausbau von Kinderbetreuung, Nahverkehr und Pflege zu investieren, geht es nicht. Land und Kommunen sind gefordert.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen seiner \u201eMehr-wagen-Sommertour\u201c traf sich SPD-Politiker Jonas Hoffmann mit dem B\u00e4uerinnen-Info-Treff in Wintersweiler und einer Delegation der Landfrauen im Oberen Wiesental. 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